Die Vision

„Es wird unerlĂ€sslich, ein Rechtssystem zu schaffen, das unĂŒberwindliche Grenzen enthĂ€lt und den Schutz der Ökosysteme gewĂ€hrleistet, bevor die neuen Formen der Macht, die sich von dem techno-ökonomischen Paradigma herleiten, schließlich nicht nur die Politik zerstören, sondern sogar die Freiheit und die Gerechtigkeit“ .

Papst Franziskus, Die Enzyklika „Laudato Si‘ ĂŒber die Sorge fĂŒr das gemeinsame Haus“, zitiert nach der vollstĂ€ndigen (deutschen) Ausgabe, Freiburg Basel Wien 2015, S. 83

Der Deutsche Naturschutzrechtstag ist eine von sachkundigen BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern getragene Vereinigung, die den Schutz der Ökosysteme im Rechtssystem verankern und stĂ€rken will. Dies geschieht durch regelmĂ€ĂŸige publikumsoffene wissenschaftliche Veranstaltungen, die im Zweijahresrhythmus stattfinden, sowie durch aktuelle Stellungnahmen und Publikationen. Der nĂ€chste (der 13.) „Deutsche Naturschutzrechtstag“ wird im April 2018 zum Thema „Naturschutzrecht und Landwirtschaft“ in Leipzig stattfinden. Eine Übersicht ĂŒber die bisherigen Veranstaltungen und die dazugehörigen Publikationen finden Sie hier.
Der Deutsche Naturschutzrechtstag befasst sich thematisch mit dem Naturschutz(recht) auf dem Lande einschließlich der GewĂ€sser („Terrestrischer Naturschutz“), dem Meeresnaturschutz und besonderen aktuellen Fragestellungen, die zumeist interdisziplinĂ€rer Natur sind. Der DNRT kooperiert mit Hochschulen, VerbĂ€nden, Einzelpersonen und mit Behörden, ist selbst aber unabhĂ€ngig und weisungsfrei. Er versteht sich auch als kritische Stimme in einem immer noch vernachlĂ€ssigten Politikfeld, wobei der anhaltende BiodiversitĂ€tsverlust und der Klimawandel die beiden grĂ¶ĂŸten Problemkomplexe sind, die aktuell die Rechtswissenschaften, die Sozialwissenschaften, die Umweltethik (und auch die Theologie) herausfordern. Der Deutsche Naturschutzrechtstag setzt die Tradition der WarenmĂŒnder Naturschutzrechtstage auch insoweit fort, als er europĂ€ischen und internationalen Fragestellungen breiten Raum gibt. Ohne das EuropĂ€ische Unionsrecht (wie die sog. FFH-Richtlinie) und ohne völkerrechtliche Grundlegung wie in der BiodiversitĂ€tskonvention 1992 in Rio de Janeiro geschehen, wĂ€re Naturschutzrecht auch in Deutschland bedeutungslos. Das Recht zur Erhaltung der BiodiversitĂ€t muss in Europa kĂŒnftig das gleiche Gewicht erhalten wie die Regelungen des technischen Umweltrechts und darf nicht zu Gunsten eines immer behauptbaren technisch-ökonomischen „Fortschritts“ reduziert oder umgangen werden.